KANTS ANVERWANDLUNG DES URSPRÜNGLICHEN SINNES VON IDEE
Norbert Hinske
KANTS ANVERWANDLUNG DES URSPRÜNGLICHEN

SINNES VON IDEE
317

Gedanken, die mit Taubenfüssen Kommen,

lenken die Welt

Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra

… erst nachträglich sieht es aus, als ob

die Worte auf Taubenfüßen kamen

Gottfried Benn, Rede in Darmstadt

1. Kants terminologische Revision: die alte und die neue Bedeutung von

Idee

In dem großen Arsenal der neuen, kritischen Terminologie Kants1 gibt

es nur wenige Begriffe, die die philosophische Sprache in Deutschland, ja in

Europa2 bis in die Gegenwart hinein so nachhaltig geprägt haben wie gerade

Kants Begriff der Idee. Die verschiedensten philosophischen Bewegungen

haben ihn in dieser oder jener Form aufgenommen und weitergedacht. Aber

seine Wirkung reicht weit über den engeren Bereich der Philosophie hinaus.

Als ein Beispiel für viele sei hier nur an Goethes erste Begegnung mit Schiller

am 20. Juli 1794 erinnert. Goethe trug Schiller an diesem denkwürdigen Tag

nach einer Sitzung der Naturforschenden Gesellschaft in Jena seine Auffassung

von der “Metamorphose der Pflanzen” vor und «ließ», wie er berichtet, «mit

manchen charakteristischen Federstrichen, eine symbolische Pflanze vor sei-

318

nen Augen entstehen»3. Schillers lapidare Antwort aber lautete: «das ist kei-

ne Erfahrung, das ist eine Idee»4. «Wie kann jemals Erfahrung gegeben wer-

den, die einer Idee angemessen sein sollte? Denn darin besteht eben das

Eigenthümliche der letztern, daß ihr niemals eine Erfahrung congruiren kön-

ne»5. Es waren eben diese Sätze Schillers, die nach Goethes Empfinden den

Gegensatz zwischen beiden auf den Begriff brachten und gerade damit ihre

Freundschaft, einen der Höhepunkte deutscher Kultur, begründeten.

Die Wirkung, die immer wieder von Kants Auffassung von Idee ausge-

gangen ist, entspricht der zentralen Stellung, die jener Begriff im Aufbau der

Kritik der reinen Vernunft einnimmt. Er ist sozusagen einer ihrer Scharnierbegrif-

fe: Das ganze erste Buch der transzendentalen Dialektik handelt von nichts

anderem als “Von den Begriffen der reinen Vernunft” (B 3666), genauer:

von den spezifischen Begriffen der Vernunft im engeren Sinne, d. h. von den

Ideen. Und Kant spart in diesem seltenen Falle gegen seine sonstige Gewohn-

heit nicht an Formulierungen, die die Bedeutung jenes Begriffs unterstreichen:

Ich «ersuche… diejenige, denen Philosophie am Herzen liegt (welches mehr

gesagt ist, als man gemeiniglich antrifft), wenn sie sich durch dieses und das

Nachfolgende überzeugt finden sollten, den Ausdruck Idee seiner ursprüngli-

chen Bedeutung nach in Schutz zu nehmen, damit er nicht fernerhin unter die

übrigen Ausdrücke, womit gewöhnlich allerlei Vorstellungsarten in sorgloser

Unordnung bezeichnet werden, gerate, und die Wissenschaft dabei einbüße»

(B 376). Diese “ursprüngliche Bedeutung” aber ist für Kant eben jene Bedeu-

tung, die Platon dem “Ausdruck” gegeben hat: «Plato bediente sich des Aus-

drucks Idee so, daß man wohl sieht, er habe darunter etwas verstanden, was

nicht allein niemals von den Sinnen entlehnt wird, sondern welches so gar die

Begriffe des Verstandes, mit denen sich Aristoteles beschäftigte, weit über-

steigt, indem in der Erfahrung niemals etwas damit Kongruierendes angetrof-

fen wird. Die Ideen sind bei ihm Urbilder der Dinge selbst, und nicht bloß

Schlüssel zu möglichen Erfahrungen, wie die Kategorien» (B 370).

319

Der Hinweis auf die Nachlässigkeit, mit der man «gewöhnlich allerlei

Vorstellungsarten in sorgloser Unordnung bezeichne», weist bereits darauf

hin, daß Kant auch an dieser Stelle eine bewußte terminologische Revision im

Sinne hat. In der Tat bedeutet Kants Rückbesinnung auf die “ursprüngliche

Bedeutung” des Ausdrucks Idee, begriffs- und entwicklungsgeschichtlich gese-

hen, eine Zäsur, und zwar in zweifacher Hinsicht. Die erste Zäsur betrifft die

Geschichte der neuzeitlichen Philosophie im allgemeinen, deren Sprache weit-

gehend durch Descartes’ und Lockes Verwendung des Ausdrucks idea im Sin-

ne von “Vorstellung überhaupt” bestimmt ist. Ihr gegenüber bedeutet Kants

Rückgang zu dem alten, Platonischen Sinngehalt eine einschneidende Neue-

rung. Die zweite Zäsur dagegen betrifft Kants eigene philosophische Entwick-

lung. Denn die betonte Verwendung des Ausdrucks Idee, für die Kant in der

Kritik der reinen Vernunft mit solchem Nachdruck eintritt, ist auch für ihn selber

alles andere als selbstverständlich gewesen. Sie ist vielmehr das Resultat einer

langen, mühsamen Gedankenarbeit, die hier ein Stück weit mitverfolgt wer-

den soll. Die Begriffs- und Entwicklungsgeschichte erweisen sich auch an die-

ser Stelle als die “clavis Kantiana”7.

Ursprünglich einmal hat nämlich auch Kant von dem Ausdruck Idee (der

freilich in den sogenannten Vorkritischen Schriften nur bemerkenswert selten

auftaucht8) mit eben jener Sorglosigkeit Gebrauch gemacht, die er dann spä-

ter in der Kritik der reinen Vernunft mit solchem Nachdruck beklagt. Wie so oft

ist seine Kritik auch in diesem Punkt zugleich, wenn nicht gar zuvor ein Stück

Selbstkritik und Palinodie. Um das zu erkennen, bedarf es keiner umständli-

chen begriffsgeschichtlichen Analysen. Es genügt vielmehr vollauf, einige we-

nige Sätze oder Redewendungen aus Kants früheren Schriften anzuführen. So

heißt es in der Preisschrift von 1762/64: «Jedermann hat z. E. einen Begriff

von der Zeit; dieser soll erklärt werden. Ich muß diese Idee in allerlei Bezie-

hungen betrachten…” (A 71). Noch in der Dissertation von 1770 findet sich

unerachtet der einschneidenden Änderungen, die sich in den zurückliegenden

acht Jahren vollzogen haben, haargenau derselbe Sprachgebrauch. Auch hier

wird die Zeit, die ja mittlerweile der Sache nach zur reinen Anschauungsform

avanciert ist, noch immer unbekümmert eine Idee genannt: «Idea temporis

non oritur, sed supponitur a sensibus» (A 14). In anderem Zusammenhang

schreibt Kant 1766 in den Träumen eines Geistersehers, erläutert durch Träume der

320

Metaphysik
, daß in unseren Träumen «Ideen der Phantasie und die der äußeren

Empfindung untereinander geworfen» werden (A 50 Anm.).

Neben dieser weiten, an Descartes und Locke erinnernden Bedeutung

von Idee taucht bei Kant freilich von Anfang an immer wieder noch eine

zweite, ganz anders gelagerte Bedeutung auf, in der die Erinnerung an die alte,

platonisch-christliche Traditionslinie weiterlebt. So heißt es bereits in der All-

gemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels
von 1755: «Alle Wesen hängen

aus einer Ursache zusammen, welche der Verstand Gottes ist; sie können

dahero keine andere Folgen nach sich ziehen, als solche, die eine Vorstellung

der Vollkommenheit in eben derselben göttlichen Idee mit sich führen» (A

79)9. Diese zweite Traditionslinie bildet sozusagen die Auffangstellung für

die spätere, kritische Bedeutung des Ausdrucks Idee. Sie enthüllt jedoch ihre

ganze Tragweite erst im Blick auf die Kritik der reinen Vernunft, deren Sprach-

gebrauch durch eine Aneignung und Verwandlung, eben eine Anverwandlung jener

alten Bedeutung gekennzeichnet ist.

In der Regel aber verwendet Kant den Ausdruck Idee zumindest bis 1770

wie selbstverständlich in der weiten Bedeutung von “Vorstellung überhaupt”.

Er schwimmt sozusagen im Strom der Sprache seiner Zeit. In der Kritik der

reinen Vernunft
dagegen meint Idee in schroffem Gegensatz dazu einen Begriff,

«der die Möglichkeit der Erfahrung übersteigt» (B 377), einen Begriff des

Unbedingten, das dem endlichen Menschen in keiner Erfahrung gegeben wer-

den kann, einen “Vernunftbegriff” im strengen Sinne (ebd.), also so etwas wie

einen Sonderfall von Begriff. Wo aber liegen die Motive, die schließlich zu

dieser einschneidenden Bedeutungsverschiebung geführt haben? Auf welchem

Weg ist Kant zu seiner neuen Begrifflichkeit gelangt? Die Nachschriften des

Kantschen Logikkollegs, die (soweit sie bis zu diesem Zeitpunkt erfaßt wa-

ren10) seit 1966 im Rahmen der vierten Abteilung der Akademie-Ausgabe11 im Druck vorliegen, und die ihnen zugrundeliegenden Reflexionen des hand-

schriftlichen Nachlasses12 gestatten es uns heute, diese Frage mit jenem Grad

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an Sicherheit zu beantworten, der der philologischen Arbeit eigen ist. Sie

machen es zugleich möglich, bei einem terminologiegeschichtlich folgenrei-

chen Abschnitt der Kritik der reinen Vernunft dessen komplizierte Genese in

ihren verschiedenen Schritten nachzuzeichnen und den Text selbst dadurch

eindringlicher zu verstehen. Auch an diesem Punkt wird sichtbar, das sei als

These vorangeschickt, in welchem Maße Kants Beschäftigung mit seinem

«Autor» die «Keimzelle seiner eigenen kritischen Philosophie»13 gewesen ist,

so daß, wie Kant selbst erklärt, seine «später (meistentheils nach 1781)

erschienenen Schrifften» den Gedanken der Vorlesungen «fast nur die syste-

matische Form… und Vollständigkeit gegeben zu haben scheinen mochten»

(XIII 539).

2. Kants Logikkolleg als Keimzelle der neuen, kritischen Bedeutung von

Idee

Bekanntlich hat Kant seinen Logikvorlesungen etwa vierzig Jahre lang

den Auszug aus der Vernunftlehre14 des Wolffianers George Friedrich Meier aus

Halle als Kompendium zugrundegelegt. Im achten Abschnitt des ersten

Hauptteils handelt Meier hier “von den gelehrten Begriffen” (XVI 533), d. h.

von den Begriffen der Wissenschaft. In eben diesem Zusammenhang gelangt

er auch dazu, zwischen verschiedenen Arten von Begriffen bzw. Vorstellungen

zu unterscheiden. So erklärt er im Paragraphen 254: «Wir haben nur drei

Wege zu Begriffen zu gelangen: die Erfahrung, die Abstraction, und die will-

kürliche Verbindung» (XVI 541). Die vielleicht zunächst nur äußerliche Not-

wendigkeit, diesen Abschnitt seines “Autors” im Rahmen seiner Logikvorle-

sungen zu erläutern und zu kommentieren, hat Kant allem Anschein nach

dazu geführt, für die verschiedenen Arten von Vorstellungen in bewußter

Abgrenzung gegen Meier Schritt für Schritt ein eigenes Einteilungsschema zu

entwickeln, das dann schließlich auch die besondere Stellung und den eigen-

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tümlichen Rang der Idee sichtbar werden ließ. Will man den Weg, den Kant

dabei zurückgelegt hat, noch vor jeder Einzelanalyse im allgemeinen charakte-

risieren, so wird man sagen können: Kant verfeinert eine anfangs mehr hinge-

worfene als ausgeführte Dreiteilung schrittweise durch die Hinzufügung im-

mer weiterer Einteilungsglieder, bis er dann schließlich zu dem definitiven

Einteilungsschema der Kritik der reinen Vernunft gelangt. Das Auffällige und

Spannende an diesem Denkprozeß aber ist, daß in seinem Verlauf gerade die

Idee immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückt.

a) Die Logik Blomberg

An erster Stelle ist in diesem Zusammenhang die sogenannte Logik Blom-

berg
in Betracht zu ziehen, eine Nachschrift, die auf höchst unterschiedliche

Textvorlagen zurückgeht und in der vorliegenden Gestalt 1771 entstanden

sein wird15. Ihre Ausführungen zu unserem Thema beginnen mit einer

bewußten Kritik an Meier und dessen Sprachgebrauch. Im Paragraphen 249

hatte dieser geschrieben: «Es sind demnach alle unsere Vorstellungen Begrif-

fe» (XVI 533). Demgegenüber erklärt Kant: «Nicht eine jede Vorstellung ist

ein Begrif (XXIV 25124). In unmittelbarem Anschluß daran entwickelt Kant

seinerseits eine Dreiergruppe, die diese Kritik erst verständlich macht:

Eine Vorstellung durch die Sinne ist z. E.16 eine Empfindung. Eine Vorstellung

durch den Verstand ist eine Erscheinung. Eine Vorstellung durch die Vernunft

ist ein Begrif. Die Sinne empfinden, der Verstand Coordiniret, die Vernunft

hingegen Subordiniret (XXIV 251 24-28).

Charakteristisch für diese Dreiergruppe ist die Unterscheidung zwischen ver-

schiedenen Arten von Vorstellungen (Empfindung/Erscheinung/Begriff –

von Idee ist einstweilen noch nicht die Rede) und deren Zuordnung zu ver-

schiedenen Erkenntnisvermögen (Sinne/Verstand/Vernunft), die ihrerseits

wieder durch ganz bestimmte Tätigkeiten (empfinden/koordinieren/subordi-

nieren) gekennzeichnet werden. Der grundsätzliche Unterschied zu dem “Au-

tor” ist schon hier zu erkennen: Meier interessiert sich in erster Linie für den

Grad der Deutlichkeit unserer Vorstellungen, Kant dagegen interessiert sich

323

für deren «Ursprung» (KrV B 80). In ersten Umrissen werden schon hier

Ansätze zu einer transzendentalen Logik sichtbar, Ansätze, die Kant dann in

der Folge, angefangen mit der Logik Pölitz, immer schärfer herausarbeiten

wird17.

b) Die Logik Philippi

Die Logik Philippi, die an mehr als einer Stelle offenkundige Parallelen zur

Logik Blomberg aufweist18, wiederholt (und erläutert) zunächst in den ersten

neun Zeilen das dort skizzierte Dreierschema: «Eine Vorstellung durch Sinne

heißt Empfindung, durch den Verstand Erscheinung, durch die Vernunfft…

ein Begriff» (XXIV 45116f.). Dann aber führt die Logik Philippi überraschend

noch eine zweite, völlig neue Dreiergruppe ein, die im Keim bereits das späte-

re Einteilungsschema der Kritik der reinen Vernunft (B 376 f.) enthält:

Die Materie aller unsrer Erkenntniß liegt in den Sinnen. Die Grade zu denen

wir steigen sind

  • repraesentatio Vorstellung überhaupt.
  • conceptus allgemeine Verstandesbegriffe.
  • ideae allgemeine Begriffe der Vernunfft (XXIV 45125-29).
  • Es liegt auf der Hand, daß die beiden Dreiergruppen, die hier unmittelbar

    aufeinander folgen, sachlich nicht miteinander zu vereinbaren sind, sondern

    daß der Abschreiber nichtsahnend ganz verschiedene Vorlagen kompiliert hat.

    So wird z. B. der Terminus Begriff in der ersten Dreiergruppe der Vernunft,

    in der zweiten jedoch dem Verstand zugeordnet. Den spezifischen Erkenntnis-

    inhalt der Vernunft dagegen bilden jetzt erstmals die “ideae”. “Idee” wird

    hier offenbar nicht mehr auf der Linie Lockes mit “Vorstellung überhaupt”

    gleichgesetzt, sondern meint eine ganz bestimmte Art von Vorstellungen, die

    für die Vernunft und nur für die Vernunft charakteristisch sind. Daß sie es

    sind, die das Schicksal des Menschen bestimmen, klingt freilich noch mit kei-

    ner Silbe an.

    324

    c) Die Reflexion 2835

    Die Reflexion 2835 (XVI 536-538), für deren Entstehung Adickes die Jah-

    re 1773 bis 1777 am wahrscheinlichsten hält, führt die Probleme in entschei-

    dender Weise weiter. Ihre ersten zwölf Zeilen bestehen aus einer Reihe latei-

    nischer Stichwörter, die die weitere Problementwicklung anschaulich vor Au-

    gen führen. Ursprünglich hatte sich Kant offenbar – in einer und derselben

    Zeile, das Druckbild der Akademie-Ausgabe führt hier bei flüchtiger Lektüre

    nur zu leicht in die Irre – als Gedächtnisstütze für seine Vorlesungen nichts

    weiter als fünf Begriffe notiert: «repraesentationes perceptiones conceptus

    notiones ideae” (XVI 53613 und 5373). Die zweite Dreiergruppe der Logik Phi-

    lippi
    (repraesentatio/conceptus/ideae) ist jetzt offenbar um zwei weitere Glie-

    der (perceptiones und notiones) erweitert19. Um diese fünf Kernbegriffe grup-

    pieren sich dann in Form sogenannter g- und s-Zusätze (gleichzeitiger und

    späterer Zusätze) zahlreiche andere Stichwörter, die der schrittweisen Verfei-

    nerung des vorliegenden Einteilungsschemas dienen. Für die anschließende

    Weiterentwicklung ist dabei insbesondere die Unterscheidung von intuitus

    und conceptus von Bedeutung (XVI 53612, 5373 und 5374). Eine eingehende

    Interpretation aller jener Verästelungen aber böte fast schon Stoff für einen

    eigenen Beitrag.

    Bemerkenswert an der Reflexion 2835 ist jedoch noch etwas anderes.

    Obwohl sie in Kants durchschossenem Handexemplar des Meierschen Auszugs

    dem achten Abschnitt genau gegenüber plaziert ist, der ja nicht etwa von den

    Ideen, sondern ganz allgemein “von den gelehrten Begriffen” (XVI 533) han-

    delt, ist der gesamte zweite Teil (XVI 5378-53812) dem Stichwort Idee gewid-

    met, das jetzt von den verschiedensten Blickwinkeln aus beleuchtet wird. Ihre

    Sonderstellung und anthropologische Bedeutung («Die idee der Gerechtigkeit

    ist die Musteridee der Beurtheilung eines aristides» XVI 53713f.; «Die [Idee]

    eines Glückseeligen Lebens fehlt den meisten» XVI 5381f.) rücken für Kant

    offenbar immer mehr in das Zentrum des Interesses. Alle anderen Arten von

    Vorstellungen verstehen sich sozusagen von selbst. Die Idee aber bleibt rätsel-

    haft wie der Mensch selbst, der mit ihr befrachtet ist («Diese idee ist ein Gant-

    zes, welches durch Einschränkung die Theile giebt; wie das Möglich sey, ist

    nicht zu begreifen” XVI 5388f.).

    325

    d) Die Logik Pölitz

    Die Logik Pölitz – sie ist wohl trotz neuerer Datierungsversuche, die eine

    frühere Entstehung plausibel machen wollen20, nach Abfassung der Kritik der

    reinen Vernunft
    einzuordnen – illustriert aufs anschaulichste die Umsetzung der

    genannten Stichwörter in die lebendige Form einer Vorlesung. Sie ist ein

    Paradebeispiel dafür, in welchem Maße sich handschriftlicher Nachlaß und

    Vorlesungsnachschriften bei Kant wechselseitig zu ergänzen und zu erhellen

    vermögen. Ihre Vorlage ist an dieser Stelle offenkundig die eben diskutierte

    Reflexion 2835 mit ihren verschiedenen gleichzeitigen und späteren Zusätzen,

    und zwar insbesondere deren lateinischer Teil. Den Leitfaden bildet nunmehr

    – ähnlich wie auch in der Wiener Logik (XXIV 904-907), der Logik Busolt

    (XXIV 653) und der Logik Dohna-Wundlacken (XXIV 752), aber auch in der

    nach Erscheinen der Logik-Vorlesungen im Rahmen der Akademie-Ausgabe

    wieder aufgefundenen Breslauer Logik (S. 92)21 – eine Sechsergruppe

    (repraesentatio/perceptio/intuitus/conceptus/notio/Idee): In die ur-

    sprüngliche Fünfergruppe der Reflexion 2835 ist der spätere Zusatz «intuitus»

    (XVI 53612) mittlerweile fest integriert. So heißt es unter anderem:

    Um einen Begrif zu erklären merken wir, repraesentatio ist das erste und alge-

    meinste und kann nicht erklärt werden, 2.) eine Vorstellung mit Bewustseyn

    ist perceptio, Wahrnehmung 3.) Vorstellung so fern sie betrachtet wird als

    bezogen auf einen Gegenstand ist cognitio […] Ich muß mir also auch des

    Gegenstandes bewust werden. Wir haben viele Vorstellungen die sich auf kein

    Object beziehn z. E. alle innerliche Empfindungen. Sie beziehn sich aufs Sub-

    ject. Redt jemand zu mir: so hab ich eine Vorstellung bezogen aufs Object also

    Erkenntniß; schreit er so sehr daß mir die Ohren wehe thun; so ist das Emp-

    findung und ich fühle meinen Zustand. Erkenntniß ist entweder intuitus oder

    conceptus; intuitus, wenn ich nur einzelne Vorstellungen habe, conceptus

    wenn ich Vorstellungen hab, die vielen gemein sind, oder repraesentatio com-

    munis. Conceptus est repraesentatio communis […] Intuitus ist repraesentatio

    singularis […]

    Wir haben viele empirische Begriffe nehmlich der Farbe, Empfindung etc. etc.

    purus wär ein solcher der unabhängig von der Erfahrung aus dem Verstande

    entspringt. Sie sind wieder solche deren Gegenstände in der Erfahrung kön-

    nen gegeben werden z. E. von den Substanzen, Ursachen, Wirkungen etc. etc.

    oder es sind solche deren Gegenstände in keiner Erfahrung können gegeben

    werden, das ist ein Begrif der bloßen Vernunft. Conceptus purus est notio.

    Notio ist also doch mehr als conceptus, aber im Deutschen ist doch [noch?]

    kein korrespondirender Ausdruk. Notio deren Gegenstand in concreto kann

    326

    dargestelt werden ist notio intellectus, wo der Gegenstand in keiner Erfahrung

    kann gegeben werden ist Idee. Idee kann man Vernunftbegrif nennen, denn

    durch Vernunft denk ich etwas a priori22. Man redt sonst von der Idee der

    rothen Farbe etc. das ist aber falsch (XXIV 565 f.).

    Innerhalb der reinen Begriffe, der conceptus puri, werden also noch ein-

    mal zwei ganz verschiedene Arten von Begriffen unterschieden. Zwar ent-

    springen beide «unabhängig von der Erfahrung aus dem Verstande». Während

    aber die Gegenstände einer Notio «in der Erfahrung können gegeben wer-

    den», handelt es sich bei der Idee um eine Vorstellung, «wo der Gegenstand

    in keiner Erfahrung kann gegeben werden». Damit ist der kritische Begriff der

    Idee – «Ein Begriff aus Notionen, der die Möglichkeit der Erfahrung über-

    steigt, ist die Idee» (KrV B 377) – in aller Klarheit formuliert. Auch der letzte

    Satz der Logik Pölitz erinnert unmißverständlich an die Kritik der reinen Vernunft,

    wo es abschließend heißt: «Dem, der sich einmal an diese Unterscheidung

    gewöhnt hat, muß es unerträglich fallen, die Vorstellung der roten Farbe Idee

    nennen zu hören» (ebd.)23. Daß Kant bei Abfassung der Kritik der reinen Ver-

    nunft
    an dieser Stelle auf Gedanken zurückgegriffen hat, die er anfangs im Rah-

    men seines Logikkollegs entwickelt hatte, kann daher nach Lage der Dinge

    kaum zweifelhaft sein. Da er während der langjährigen Arbeit an der Kritik ja

    auch weiterhin Vorlesungen gehalten hat, ist das auch nicht verwunderlich.

    e) Die Wiener Logik

    Um das Bild zu vervollständigen, muß abschließend noch ein Blick auf

    die Wiener Logik geworfen werden, die von Gerhard Lehmann, dem Herausge-

    ber der Akademie-Ausgabe, zwar auf die Jahre 1794-1796 datiert (vgl. XXIV

    983) und demzufolge an letzter Stelle eingeordnet worden ist, in Wahrheit

    aber in den gleichen Zeitraum wie die Logik Pölitz fällt24. Wie diese hat sie die

    327

    Reflexion 2835 zur Vorlage, nur daß sie deren Gedanken sehr viel ausführlicher

    und facettenreicher zu entwickeln weiß, und wie diese hat auch sie die

    genannte Sechsergruppe (repraesentatio/perceptio/intuitus/conceptus/no-

    tio/Idee) zum Leitfaden. Neu im Vergleich zur Logik Pölitz, aber auch zur

    Reflexion 283525 ist der Umstand, daß Kant hier ausdrücklich zwischen zwei

    ganz verschiedenen Arten von notiones, der notio intellectualis und der notio

    rationis unterscheidet. Die Sonderstellung der Idee – bzw. der unüberbrück-

    bare Unterschied zwischen Kategorien und Ideen – kommt damit noch ent-

    schiedener zum Ausdruck:

    Notio ist also schon mehr, als Begriff […] Eine notio, deren Gegenstand in

    der Erfahrung gegeben werden kann, heißt notio intellectualis. Wenn der Gegen-

    stand in keiner Erfahrung kann gegeben werden, heißt es notio rationis, oder

    idea. Also ist eigentlich die notio, so fern sie in keiner Erfahrung gegeben wer-

    den kann, und auch keiner Erfahrung correspondirt, eine idea (XXIV 906).

    Die unmittelbar anschließenden Erläuterungen zeigen, wie stark die Probleme

    der ersten und zweiten Antinomie bei der Ausarbeitung von Kants Ideenlehre

    Pate gestanden haben.

    Der Begriff des Ganzen kann in der Erfahrung gegeben werden, est notio

    intellectualis, wenn ich mir aber noch einen neuen Begriff mache, z. B. den

    Begriff von einer Welt, die das unerzeugte [unbedingte?] Ganze, das alle Din-

    ge einfaßt, seyn soll, und in dem alle Theile zusammen in Verbindung stehen,

    kann man ihn nicht in der Erfahrung geben. Was kann, wenn die Welt ewig

    ist, die ganze Ewigkeit derselben befassen? Der Begriff der Welt also ist bloß

    eine Idee. – Der Begriff vom Theile ist conceptus purus intellectualis, seu

    notio. Aber der Begriff eines Theiles, der nicht zusammen gesetzt ist, ist notio

    rationis, idea. So lange sich meine Vernunft etwas Theilbares vorstellt, so

    kann das immer noch getheilet werden. Aber meine Vernunft verlanget end-

    lich den letzten Theil, der weiter nicht getheilet werden kann, d. i. einfach ist.

    Dieser Begriff kann nicht in der Erfahrung gezeigt werden, ist also ein Begriff

    a priori, eine Idee (XXIV 906).

    Alles in allem wird man daher sagen können: Der Blick in den hand-

    schriftlichen Nachlaß und in die Vorlesungsnachschriften läßt ein Stück jener

    Gedankenarbeit wieder lebendig werden, aus der die Kritik der reinen Vernunft

    und deren Ideenlehre schließlich hervorgegangen sind. Das aber ist die viel-

    leicht tiefste Rechtfertigung der philologischen Arbeit im Felde der Philoso-

    phie: daß sie den Ernst der Probleme in Erinnerung ruft, von dem die großen

    Werke der Philosophiegeschichte getragen werden.

    1.
    Zur grundsätzlichen Problematik vgl. N. Hinske, Kants neue Terminologie und ihre alten

    Quellen. Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Datenverarbeitung im Felde der Begriffsgeschichte
    , in

    «Akten des 4. Internationalen Kant-Kongresses Mainz, 6.-10. April 1974», Teil I [«Kant-Stu-

    dien», 65 (1974) Sonderheft], S. 68*-85*.
    2.
    Vgl. Tolstojs Nachwort zur Kreutzersonate: “Ein Ideal (ideal) ist aber nur dann ein Ideal,

    wenn seine Verwirklichung nur in der Idee (ideja), nur gedanklich möglich ist, wenn es sich nur

    als in der Unendlichkeit erreichbar darstellt und wenn daher die Möglichkeit, ihm näherzukom-

    men, eine unendliche ist. Wäre das Ideal nicht nur erreichbar, sondern könnten wir uns seine

    Verwirklichung vorstellen, so würde es aufhören, ein Ideal zu sein” (L. N. Tolstoj, Kreutzersona-

    te. Erzählungen aus den Jahren 1884-1905
    , Berlin o.J., S. 289).
    3.
    J. W. v. Goethe, Erste Bekanntschaft mit Schiller. 1794, in Goethes Werke, hrsg. im Auftrage

    der Großherzogin Sophie von Sachsen, Abt. I, Bd. 36, Weimar 1893 [Neudruck: Tokyo 1975],

    S. 250 f.
    4.
    Ebd., S. 251.
    5.
    Ebd.
    6.
    Kants Druckschriften werden nach der Ausgabe von W. Weischedel, Immanuel Kant,

    Werke in sechs Bänden
    , Darmstadt 19836 (1956-19641) zitiert, und zwar nach der dort vermerkten

    Paginierung der Originalausgaben; A bezeichnet die erste, B die zweite Auflage. Kants Nachlaß

    und Vorlesungsnachschriften werden, soweit nichts anderes angegeben, nach der Ausgabe der

    Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (und Nachfolgern) zitiert; römische Zif-

    fern ohne weiteren Zusatz bezeichnen die Bandnummern, arabische die Seitenzahlen dieser

    Ausgabe.
    7.
    So der Titel von Kuno Fischers noch immer lesenswerter, eine neue Epoche der Kant-

    forschung eröffnender Antrittsvorlesung: Clavis Kantiana. Qua via Immanuel Kant philosophiae criticae

    elementa invenerit
    , Jena 1858.
    8.
    Vgl. Allgemeiner Kantindex zu Kants gesammelten Schriften, hrsg. von Gottfried Martin, Bd.

    XVI: Wortindex zu Kants gesammelten Schriften, bearbeitet von Dieter Krallmann und Hans Adolf

    Martin, Bd. I, Berlin 1967, S. 502.
    9.
    Vgl. ebd. A 145: «in einem einzigen höchsten Verstände…, dessen weise Idee…»; A

    194: «aus der ewigen Idee des göttlichen Verstandes»; Versuch einiger Betrachtungen über den Opti-

    mismus
    A 4: «von allen Ideen der Welten im göttlichen Verstände».
    10.
    Zu den später aufgefundenen Logiknachschriften vgl. W. Stark, Neue Kant-Logiken. Zu

    gedruckten und ungedruckten Kollegheften nach Kants Vorlesungen über Logik
    , «Kant-Forschungen», Bd. 1,

    Hamburg 1987, S. 123-164.
    11.
    Kant’s gesammelte Schriften, hrsg. von der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Ber-

    lin, Bd. XXIV, Abt. IV: Vorlesungen, Bd. I: Vorlesungen über Logik, Berlin 1966.
    12.
    Kant’s gesammelte Schriften, hrsg. von der Königlich Preußischen Akademie der Wissen-

    schaften, Bd. XVI, Abt. III: Handschriftlicher Nachlaß, Bd. III: Logik, Berlin-Leipzig 1924

    (19141).
    13.
    Vgl. N. Hinske, Kant-Index, Bd. I: Stellenindex und Konkordanz zu George Friedrich Meier

    “Auszug aus der Vernunftlehre”
    , Erstellt in Zusammenarbeit mit Heinrich P. Delfosse und Heinz

    Schay, Unter Mitwirkung von Fred Feibert, Martina Gierens, Berthold Krämer und Elfriede

    Reinardt («Forschungen und Materialien zur deutschen Aufklärung», Abt. III, Bd. V), Stuttgart-

    Bad Cannstatt 1986, S. XI.
    14.
    G. F. Meier, Auszug aus der Vernunftlehre, Halle 1752. Wiederabgedruckt in: Kant’s gesam-

    melte Schriften
    , hrsg. von der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, Bd. XVI, Ber-

    lin u. Leipzig 1924 (19141). Meiers Auszug wird im folgenden nach diesem Abdruck zitiert;

    römische Ziffern bezeichnen demgemäß die Bandnummern, arabische die Seitenzahlen der Aka-

    demie-Ausgabe.
    15.
    Vgl. N. Hinske, Kant-Index, Bd. III: Stellenindex und Konkordanz zur “Logik Blomberg”,

    Erstellt in Zusammenarbeit mit Heinrich P. Delfosse und Elfriede Reinardt, Unter Mitwirkung

    von Terry Boswell, Sabine Ganz, Birgit Krier, Birgit Nehren und Susanne Schoenau, Teilbd. 1:

    Stellenindex («Forschungen und Materialien zur deutschen Aufklärung», Abt. III, Bd. VII. 1),

    Stuttgart-Bad Cannstatt 1989, S. XXVI-XXX.
    16.
    Recte: «… Sinne z. E. ist eine…».
    17.
    Vgl. Logik Pölitz XXIV 566: «Bei dieser Einteilung kommts auf den Ursprung an, sie

    gehört also nicht in die Logik, sondern in die Metaphysik». Wiener Logik XXIV 905: «Man sieht

    wohl beym Unterschiede des empiricus und purus kommt es auf den Ursprung des Begriffes an,

    und ist dieses also schon eine metaphysische Untersuchung. Denn die Logic fragt nicht darnach,

    wo Begriffe herkommen, sondern wie sie nach den Gesetzen des Verstandes können geformet

    und geordnet werden. Daß also ein Begriff ist, gehört zur Logic. Ob er aber unabhängig von der

    Erfahrung, oder aus der Erfahrung herkomme, gehört nicht vor sie».
    18.
    Vgl. Hinske, Kant-Index, Bd. III, a.a.O. S. XX-XXVI.
    19.
    Damit erledigt sich auch die von Adickes erwogene frühe Datierung der Grundzeile:

    «Es ist nicht ausgeschlossen, dass 53613 und 5373 schon aus η2 [1764-1768] stammen» (XVI

    53624f.). Die Zeile setzt den Reflexionsstand der Logiken Blomberg und Philippi als Ausgangsbasis

    voraus. Ähnliches gilt auch für die Datierung der Reflexion 1683 (XVI 81 f.).
    20.
    Vgl. T. Pinder, Zu Kants Logik-Vorlesung um 1780, anläßlich einer neu aufgefundenen Hand-

    schrift
    , «Kant-Forschungen», Bd. 1, Hamburg 1987, S. 79-114. Die Auseinandersetzung mit dem

    Beitrag, der die Probleme eher verdunkelt als erhellt, muß an anderer Stelle erfolgen.
    21.
    Vgl. Stark, Neue Kant-Logiken, a.a.O. S. 124 f.
    22.
    A priori ist hier wohl noch mehr im Sinne Wolffs als deduktive, nicht von der Erfah-

    rung, sondern von obersten Prämissen ausgehende schlußfolgernde Erkenntnis zu verstehen.

    Unter Zugrundelegung eines spezifisch Kantschen Verständnisses von A priori wären ja auch

    die notiones intellectus als apriorische Vorstellungen zu bezeichnen. Kants Definition der Idee

    als Vernunftbegriff scheint daher anfänglich einen Wolffianischen Vernunftbegriff vor Augen

    gehabt zu haben. Vgl. auch Logik Philippi XXIV 45129; oben S. 323.
    23.
    Vgl. Wiener Logik XXIV 907: «Die ordinairen autoren gebrauchen das Wort idee ganz

    unrecht. Z. B. man redet von der idee der rothen Farbe, da diese doch nicht ein Mahl notio

    ist.» Logik Dohna-Wundlacken XXIV 752: «Die Anschauung von rot gibt noch keinen Verstandes-

    begriff».
    24.
    Zur Datierung der Wiener Logik vgl. N. Hinske, Kant-Index, Bd. XIV: Personenindex zum

    Logikcorpus
    , Erstellt in Zusammenarbeit mit Heinrich P. Delfosse und Elfriede Reinardt, Unter

    Mitwirkung von Terry Boswell, Sabine Ganz, Birgit Krier, Birgit Nehren und Susanne Schoenau

    («Forschungen und Materialien zur deutschen Aufklärung», Abt. III, Bd. XVIII), Stuttgart-Bad

    Cannstatt 1990 S. XXf.; Pinder, Zu Kants Logik-Vorlesung um 1780, anläßlich einer neu aufgefundenen

    Nachschrift
    , a.a.O. S. 80 ff.
    25.
    Vgl. XVI 5372: «vel notio vel idea».


    Norbert Hinske . :

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